Offene Arme für vergessene Kinder

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Vor drei Jahren gab Familie Schär ihr gemütliches Daheim in Burgdorf auf, um Strassenkindern in Brasilien zu helfen. Ihr Leitsatz: «Wenn wir nur einem einzigen Kind helfen können, dann hat sich unsere Arbeit gelohnt!»

Bereits als Jugendliche reisten Damaris und Tobias nach Brasilien, um in einem Strassenkinderprojekt mitzuhelfen. Diese Erfahrung liess sie in der Folge nicht mehr los. Sie spürten, dass dort noch eine Aufgabe auf sie warten würde…

Im Jahr 2015 packte die junge Familie (Töchterchen Jael war damals 4-jährig) die Koffer und wanderte in die 1,6-Millionen-Stadt Recife im Nordosten Brasiliens aus.

Mit offenen Armen

Mittlerweile engagieren sich Damaris und Tobias Schär zusammen mit zwei weiteren Missionarsfamilien in der Leitung der Organisation «With Open Arms» (Mit offenen Armen). Dieses Projekt bietet unter anderem ein Kinderheim mit 20 Plätzen an. In enger Zusammenarbeit mit dem öffentlichen Sozialdienst, werden Kinder aufgenommen, die im Moment nicht in ihren Ursprungsfamilien leben können. Dabei bringen diese Kinder sehr traurige Vorgeschichten mit. Verwahrlosung, Gewalt und Missbrauch gehören zum normalen Alltag dieser Kinder. Durch die Aufnahme im Projekt finden die Kinder einen Zufluchtsort, der ihnen ermöglicht, aus der Elendsspirale auszubrechen. Schärs wünschen sich sehr, dass auch Kinder direkt von der Strasse zu «With Open Arms» finden können.

Jeder Mensch unendlich wertvoll

Strassenkinder schaffen den Schritt weg von der Strasse nur schwer. Doch Schärs sind überzeugt, dass Gott genau diese vergessenen Kinder sucht und das Unmögliche möglich machen kann. Deshalb besuchen sie die Kinder regelmässig, spielen Fussball oder Gesellschaftsspiele mit ihnen und nehmen sich Zeit, ihnen zuzuhören und für sie zu beten. Diese Kinder hätten oft noch nie die Erfahrung gemacht, dass sich jemand um sie kümmern will, berichten Damaris und Tobias Schär. «Umso mehr wollen wir den Kindern zeigen, dass sie wertvolle Menschen sind! Denn auch Gott sind diese Kinder nicht egal. Wir erzählen den ‚vergessenen Kindern‘ in den Favelas (Armenvierteln) vom Vater im Himmel, in dessen Augen sie unendlich geliebt sind.» (ae)

3 Tipps

von Damaris und Tobias Schär

1Menschen durch Gottes Augen sehen

In «With Open Arms» leben wir mit verschiedenen Kulturen zusammen. Zudem leben Kinder aus schwierigen Familiensituationen bei uns im Projekt. Um weniger Wert auf die Unterschiedlichkeiten zu legen, lernen wir die Menschen immer mehr mit Gottes Augen zu sehen.

2Dankbar sein für das, was man hat

Während unseren Besuchen in den Favelas und unseren regelmässigen Strasseneinsätzen, werden wir mit extremen Situationen konfrontiert. Armut, Abhängigkeiten, Gewalt und Hoffnungslosigkeit gehören zum normalen Alltag. Trotzdem sind wir Gott dankbar für das, was wir haben.

3Das Ziel nie aus den Augen verlieren

Die Hoffnungslosigkeit, mit welcher wir in den Favelas und auf der Strasse konfrontiert werden, können uns sehr demotivieren. In solchen Momenten richten wir den Blick auf das Ziel; so vielen Kindern wie möglich in ihrer Not zu dienen.

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