Gesundheit, tiefe Steuern, Arbeit und Playoffs

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Eine Strassenumfrage im November 2018 in Langnau ergab ein interessantes Bild über die Hoffnungen der Menschen im oberen Emmental. Ganz oben in der Rangliste der grössten Hoffnungen steht die Gesundheit, gefolgt von finanziellen Wünschen und der Playoff-Qualifikation des lokalen Eishockeyclubs SCL Tigers.

Zwei junge Mütter mit Kinderwagen, ein älterer Herr und eine Frau mit Migrationshintergrund (mittleren Alters) waren die Gesprächspartner unserer Strassenumfrage. Sie alle wollten nicht mit Bild und Namen in der Zeitung erscheinen, gaben jedoch sehr persönlich Auskunft über ihre Hoffnungen im Leben.

«Hoffnungsträger? Die Eltern haben’s eigentlich noch gut gemacht.»

Gesundheit als Hoffnung Nr. 1

«Gesundheit» war der erste Gedanke der Passantinnen und Passanten, die wir am 20. November 2018 in Langnau antrafen. Der ältere Mann, der sich an der Mauer beim Amtshaus anlehnte, sprach sehr offen von seinen «Bräschte» (Dialekt für das hochdeutsche Wort «Krankheit»). Er sei seit vier Jahren gesundheitlich angeschlagen und könne leider nicht einmal mehr selbst Auto fahren. Seine Hoffnung im Leben setze er daher auf seine Frau, die ihm helfe, irgendwie durch den Tag zu kommen.

Tiefere Steuern, Prämien und Mieten

Auch die beiden Mütter bezeichneten «Gesundheit» als wichtigstes Gut und zentrale Hoffnung im Leben. Weiter sagten sie mit einem leichten Augenzwinkern, dass sie natürlich auf tiefere Steuern, Krankenkassenprämien und Mieten hoffen würden. Die Fixkosten in der Schweiz seien halt schon «relativ hoch». Für ihre Kinder hoffen sie, dass sie in einem «natürlichen Umfeld aufwachsen können, das nicht total von Technik durchdrungen und automatisiert ist». Angesprochen auf ihre Hoffnungsträger im Leben kommen die jungen Mütter auf ihre Eltern, die es «eigentlich noch gut machen» und die sie durchaus als Vorbild sehen würden.

«In der Schweiz hat man ein gutes Leben, wenn man arbeiten kann, sonst nicht.»

Ein besseres Leben

Von ihrer «Hoffnung auf ein besseres Leben» sprach die Frau mittleren Alters, die ursprünglich aus Osteuropa stammt. Dies habe am meisten mit der Jobsituation und dem Einkommen zu tun. «In der Schweiz ist es so, dass man ein gutes Leben hat, wenn man arbeiten kann, sonst nicht. Ich habe schon beides erlebt.» Sie sei glücklich, dass sie im Moment mehr Arbeit habe, sodass sie ein gutes Leben führen könne.

Playoff

Armin Brunner ist ein Hansdampf in allen Gassen. Als Sportarzt kümmert er sich um die medizinische Betreuung der SCL Tigers. Er ist aber auch Organisator des jährlichen Sternsingens im Dorf. Was denkt er über das Thema «Hoffnung»?

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