Hope-Talk im Emmental

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Florian Wuthrich im Gesprach mit Ernst Tanner, Yvonne Niederhauser und Christine Hofer

Im Rahmen der kommenden Regiozeitungen fand im Emmental ein Hope-Talk statt. Zu Gast waren die Unternehmerin Yvonne Niederhauser, Politiker Ernst Tanner und Politikerin Christine Hofer. Sie alle gaben Einblick in ihr Alltags- und Glaubensleben.

In Huttwil fand im November ein Motivationsanslass für die im Dezember erscheinenden «Hope Stories»-Zeitungen statt. Florian Wüthrich, Chefredaktor von Livenet und «Hope Emmental», begrüsste dabei unter anderem Yvonne Niederhauser auf der Bühne. Sie wird in der nächsten Weihnachtsausgabe der Emmentaler Regiozeitung Einblick in ihren Alltag geben und auch von persönlichen Herausforderungen berichten. Zusammen mit ihrem Mann führt sie ein Gartenbaugeschäft und eine Kreative Gärtnerei in Lützelflüh-Goldbach.

Ernst Tanner ist ebenfalls Unternehmer und für die EDU im Berner Kantonsparlament. Dann diskutierte auch Christine Hofer mit. Die Gemeindepräsidentin von Grosshöchstetten gab in der «Hope»-Regiozeitung an Ostern einen Einblick in ihre politische Tätigkeit und wie Corona diese verändert hat. Zusammen sprachen die drei über Fragen wie «Wo schöpfen sie Kraft in schweren Zeiten?» oder «Wie kann man authentisches Christsein leben?».

Echt sein

Für Christine Hofer ist authentisches Christsein gleichzusetzen  mit Glaubwürdigkeit. «Für mich als Gemeindepräsidentin ist es sehr wichtig, dass ich glaubwürdig bin und dem, was ich in Aussicht stelle, auch Taten folgen lasse.» Es sei ihr wichtig, auch mal zuzugeben, wenn sie einen Fehler gemacht hat. «Das habe ich gerade gestern Abend in der Gemeinderatsitzung erlebt, als ich ein Versäumnis zugeben musste und mich bei meinen Ratskollegen entschuldigte.»

Für Ernst Tanner bedeutet das Wort «authentisch» vor allem echt sein. In jungen Jahren habe er sich für Jesus entschieden. «Es kam der Wunsch nach Erweckung bei mir auf, doch ich habe gemerkt, dass ich nur mich selbst verändern kann.» Für ihn ist die Bibelstelle aus Johannes Kapitel 3, Vers 30 sehr wichtig: «Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen.» Bewusst setze er Jesus immer wieder an die erste Stelle seines Lebens. «Das hat mein Leben verändert und bereichert.»

Das Leben teilen

Einen grossen Stellenwert hat Jesus auch im Leben von Yvonne Niederhauser. Die Unternehmerin möchte mit ihrer Geschichte Menschen näher zu Jesus bringen und so Hoffnung weitergeben. Sie bietet in ihrer Kreativen Gärtnerei regelmässig Kurse an für Menschen, die etwas mit ihren Händen erschaffen wollen. Dort achte sie bewusst darauf, auf die Impulse von Gott zu hören und entsprechend zu handeln.

Als Beispiel erzählt sie von einer Frau, die schon mehrmals am Kurs teilgenommen hat. «Ich wusste, dass ihr Partner erst kürzlich verstorben war.» Ein paar Monate später sah Yvonne Niederhauser die Frau wieder und folgte dem inneren Impuls, sie zu fragen, wie es ihr nach dem Verlust gehe. «Das hat sie sehr berührt und sie sagte: ‹Die Leute fragen mich gar nicht mehr. So nach zwei Monaten hatten alle das Gefühl, das Leben geht weiter und alles ist wieder gut, was natürlich nicht stimmt.’» Auf diese Art zuzuhören und Leben zu teilen, ist für Yvonne Niederhauser authentisch gelebtes Christsein.

Hoffnung schöpfen

Gegen Ende des Hope-Talks geht es um herausfordernde und schwierige Zeiten. «Wenn ich merke, dass es ganz schwierig wird, muss ich wandern gehen, in die Natur raus, mit Gott reden», erzählt Christine Hofer. Sie habe den Eindruck, dass sie in den Bergen ihrem «Himmelvater» näher sei. Yvonne Niederhauser hat gerade zu kämpfen, dass ein Traum geplatzt ist, auf den sie und ihr Mann lange hingearbeitet haben. «Wir mussten uns mit Gott sortieren und spürten, dass wir den Traum nicht sofort begraben sollen, sondern weiter dranbleiben und die nächsten Hürden auf uns nehmen.»

Ernst Tanner macht sich indes keine Sorgen, wenn etwas nicht rund läuft. «Ich sage dann gerne: ‹Ich habe ein starkes Vertrauen in Gott und muss mir keine Sorgen machen.’» Es komme manchmal vor, dass er Gott frage «Wo bist du?». Jesus sei jedoch für ihn allzeit der Gleiche. Er sei es, der ihm Hoffnung schenkt.

Der Hope-Talk im Emmental zum Nachhören:

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